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Holiday event Frühjahr 2018

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Zu Besuch beim

Zu Besuch beim „Bergdoktor“ Eine Motorradtour zum Wilden Kaiser Wie jeder echte Motorradfan sehne auch ich mich nach dem Frühling – endlich wärmere Temperaturen – endlich das heißgeliebte „Mopped“ aus dem Winterschlaf holen und sich endlich wieder das Gefühl von Freiheit und Abenteuer um die Nase wehen lassen. Nach einem ausgiebigen Check der Maschine und der Ausrüstung lassen wir es erst einmal gemütlich angehen. So langsam kommt das Gespür für das Handling des Motorrades wieder. Nach den ersten, noch zaghaft gefahrenen Kurven ist man schnell wieder „in der richtigen Spur“. Die Frühlingssonne lacht, es ist morgens, zwar noch nicht wirklich warm, aber erträglich und mit dem Wissen, dass es ein schöner Tag wird, starte ich schon recht früh, um die Zeit voll auszukosten. Zunächst geht es über Bad Tölz Richtung Sylvensteinstausee, der in den Jahren 1954 bis 1959 zum Hochwasserschutz im Isartal gebaut wurde. Dabei versank das ehemalige Dorf Fall in den Fluten des Sees. Bei Niedrigwasser kann man heute noch die Grundmauern auf dem Boden des Wasserspeichers sehen. Es ist wirklich eine sehr schöne Strecke entlang des Stausees bis zur östereichischen Grenze und dann weiter zum Achensee. Mit 133m Tiefe ist er der größte See Tirols und verfügt über eine hervorragende Wasserqualität. Südlich des Sees führt die Straße hinunter ins Inntal. Hir nehmen wir die Bundesstraße Richtung Wörgl. Vorbei an Zillertal und Alpbachtal geht es nach Rattenberg mit seinem sehenswerten, historischen Zentrum. Mühsam quält sich der Verkehr durch Wörgl, aber die Umgehung über die Autobahn würde ein „Pickerl“ bedeuten, was sich aber wegen der kurzen Strecke nicht lohnt. Am Ortsende biegen wir ab ins Söllandl, dem Tal, was sich über unser Ziel bis fast nach Kufstein erstreckt. Ellmau am Wilden Kaiser – wer Bergfilme liebt, fühlt sich hier sofort wie mittendrin. Eine einmalige Kulisse bildet der Gebirgszug des Wilden Kaiser. Davor ein traumhaftes Tal mit Orten, die man ganz sicher schon einmal in irgendeinem Film gesehen hat. Alles wirkt etwas „klischeehaft“, aber es ist alles echt. Die reich verzierten, wunderschönen Höfe im traditionellen Stil aus Holz gebaut, mit Blumen geschmückt, die überwältigenden Ausblicke von fast jeder Stelle des Ortes und das ganz besondere Licht machen diese Gegend besonders begehrt bei Filmemachern. Man denkt, hinter jeder Ecke kommt einem Hansi Hinterseer oder Siegfried Rauch entgegen, die hier in zahlreichen Filmen mitwirkten. Und so ist es kaum verwunderlich, dass eine der erfolgreichsten Serien des Deutschen Fernsehens, „Der Bergdoktor“, genau hier in Ellmau gedreht wird. Nun wollen wir aber auch die Drehorte genauer betrachten. Das kann man bei geführten Ausflügen, die von der Touristinformation organisiert werden, oder auch auf eigene Faust, wobei man sich in diesem Fall erst die Orte suchen muss. Eine kleine Enttäuschung ganz zu Beginn: Das Bergdoktorhaus liegt direkt an einer Straße eingekeilt zwischen anderen Häusern. Da sieht man einmal wie durch geschickte Kameraeinstellungen der Eindruck von einem völlig frei stehenden Haus erweckt wird. Wir sind nicht die Einzigen, die sich für das außerhalb der Dreharbeiten ungenutzte Haus interessieren. Ganz Pulks von Touristen drücken sich die Nase an den Fenstern und Türen platt um evtl. doch einen Hans Sigl vorzufinden. Das erinnert mich an eine Schwarzwaldfahrt, die ich vor ca. 25 Jahren unternahm. Ich fuhr eine Straße entlang und sah drei Reisebusse an einem Zaun stehen, die Fahrgäste fotografierten wie im Rausch. Da wollte ich wissen, was da los war und siehe da: hier befand sich die Zufahrt zur Schwarzwaldklinik und man hoffte, Dr. Brinkmann dort irgendwo zu sehen. Ellmau ist nicht der einzige Drehort im Söllandl. Auch in den anderen Dörfern wie Going Söll und Scheffau und vor allen in der einzigartigen Landschaft finden sich unzählige Motive. Nachdem wir also im Bergdoktorhaus niemanden angetroffen haben, widmen wir uns wieder dem, wozu wir eigentlich da sind – dem Motorradfahren. Hier tun sich atemberaubende Strecken über einsame Bergsträßchen bis hinauf zu den mächtigen Bergmassiven auf. Eine Jausenstation lädt zur Brotzeit. Die Wirtin, die uns gleich erst einmal duzt, und herzlich willkommen heißt, macht uns auf eine Spezialität des Hauses aufmerksam: Backhuhn mit Salat und Kürbiskernöl. Ein Genuss! Unterstrichen mit einer Aussicht, die es schwerfallen lässt, wieder aufzubrechen. Doch der Weg ist noch lang und wir wollen vor Einbruch der Dunkelheit wieder zu Hause sein. Über Kufstein und Niederaudorf geht es hinauf zum Sudelfeld, eine sehr beliebte Motorradstrecke. Leider gibt es auch hier immer wieder einige „Tiefflieger“ die die Straße mit einer Rennstrecke verwechseln und für schlimme Unfälle sorgen. Schliersee und Tegernsee sind die nächsten Highlights entlang der Strecke. Zum Ausklang der schönen Tour genießen wir noch den Sonnenuntergang am Staffelsee – mit Blick auf die Berge – mit einer tollen Kulisse – filmreif – könnte man nicht auch hier…. 12 Text und Foto: Mick Schöne

Kawasaki Z900 – der Mythos lebt! Mit 18 erfüllte ich mir meinen Motorradtraum – eine Kawasaki 350 S2 3-Zylinder Zweitakter, 45 PS – seinerzeit ein Wahnsinnsbike mit toller Optik. Das war 1972. Im gleichen Jahr brachte Kawasaki die Z1/ Z900 – mitten im Kampf der großen japanischen Motorradhersteller um die leistungsstärkste Maschine, und damit war zunächst einmal Ruhe im Karton. Vier Zylinder, ca. 80 PS, und 230 Km/h schnell – damals das Non-plus-Ultra. Dazu noch diese Optik, diese Linienführung und dann die 4in4 Auspuffanlage. Ich finde ja heute noch, dass diese Kawasaki das schönste je gebaute Motorrad ist. Das ist natürlich Geschmackssache. Dieses Motorrad war einfach ein Traum – auch für mich, da unbezahlbar. Obwohl nur knapp 8000 DM dafür aufgerufen wurden. Schaut man in den Gebrauchtmarkt, wird einem schon schwindelig, in welche Dimensionen sich die Preise für die alte Z900 entwickelt haben. Da sind 15- bis 20000 Euro keine Seltenheit. Z 900 von 2018 Z 900 von 1972 Jetzt, 46 Jahre später, bringt Kawasaki mit einer neuen Z900 RS eine Hommage an das einst als „Frankensteins Tochter“ bezeichnete Motorrad aus den frühen 1970er Jahren. Wer jetzt glaubt, nur eine Replik vorzufinden, täuscht sich gewaltig. Die Z900 RS ist komplett NEU. Das ist im Wesentlichen auch gut so. Denn das Fahrwerk und die Bremsen der Ur- Z900 waren, gelinde gesagt, ein Abenteuer für furchtlose Draufgänger. Das ist bei der Neuauflage natürlich auf dem neuesten Stand der Technik und bietet alles, um sicher und entspannt das Motorradfahren zu genießen. Hauptaugenmerk ist in jedem Fall die glückliche Hand, die der Hersteller beim Design der Z900 RS bewiesen hat. Die Linienführung, der Tank, die Seitenverkleidung und nicht zuletzt das „Entenbürzel“ am Heck – alles erinnert in gekonnter Designsprache an die legendäre Vorgängerin. Nur eines fehlt mir persönlich: dieser (ich erwähnte es schon) göttlich schöne Auspuff. Der musste einer 4in1 Anlage weichen – aus Gewichtsgründen und weil einige das als „sportlicher“ ansehen – nun ja, es wird sicher bald einen Zubehörhersteller geben, der anderer Meinung ist. Die neuen Modelle sind da!!! Zur Seite stellt Kawasaki der Z900 RS das Modell Z900 RS Cafe. Auch hier wurden optische Anleihen an Kawasakis Z1 aus den 1970er genommen. Der Zusatz „Cafe“ bedeutet nicht, dass hier eine Halterung für den „Cafe to go“ (oder müsste man sagen „to drive“?) verbaut ist, sondern eine Art „Cafè Racer“ mit kleiner Lenkerverkleidung und sportlichen Accessoires interpretiert wird. Das Ganze dann noch in „Kawasaki Racing Green“ – die Farbe, die seit Jahrzehnten Kawasaki Werksmaschinen auf den Rennstrecken der Welt repräsentiert. Beide Modelle stehen beim freundlichen Kawasaki- Händler zur Probefahrt bereit. Achtung – es besteht Ansteckungsgefahr! Motorradvermietung 82362 Weilheim, Industriegebiet Trifthof, Holzhofring 19, Tel. 0881-637592 info@kato-gmbh.de, www.kato-gmbh.de Meisterwerkstatt, Neu- und Gebrauchfahrzeuge, Zubehör, Bekleidung 13