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Holiday event Sommer 2018

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Sa., 21.7., 21 Uhr

Sa., 21.7., 21 Uhr Wallgau, Floßbühne Open Air Kino Sa., 21. u. So., 22.7. Weilheim, Am Weidenbach 5b Weilheimer Buchmarkt Sa., 21.7. Bad Heilbrunn, Kräuter-Erlebnis-Park Kino unterm Sternezelt So., 22.7., 17 Uhr Seeshaupt, Seeresidenz Alte Post Christine Renner & Uli Winkler Äußere Räume – innere Kräfte So., 22.7., 13 Uhr Weilheim, SOS Kinderdorf Tag der offenen Tür So., 22.7., 9 Uhr Großweil, Freilichtmuseum Glentleiten Almtag Do., 26.7., 20 Uhr Seeshaupt, Seeresidenz Alte Post Let it be Kitsch u. Tragik der 70er 26., 27., u. 28.7., 19 Uhr Mittenwald, Kuranlage Puit Kino unterm Karwendel 27.7. u. 27.8., 20:30 Uhr Farchant, Nachtwanderung Anmeldung bei der Tourist -Info (08821/961696) Fr., 27.7., 13 Uhr Kochel, Trimini Arschbombencontest Fr., 27.7., 18 Uhr Kochel am See Felsenkeller-Echo-Fahrt 27.7. bis 4.8. Großweil, Freilichtmuseum Glentleiten Glentleitener Köhlerwoche Sa., 28.7., 11 Uhr Mittenwald, Lautersee 2. Dirndl-Flugtag Sa., 28.7., 19 Uhr Walchensee, Cafe Bucherer Romantischer Tanzabend Sa., 28.7., 14 Uhr Ohlstadt, Rathausplatz Zündapp Fest`l Mi., 1.8. Oberammergau, Reptilienhaus Familientag jeden Do., 9:30 Uhr Walchensee, Wikingerdorf „Flake“ Führung durch Flake Anmeldung erforderlich (Tourist-Info) 3., 4., 11. u. 12.8.,17 Uhr Schongau, Anna Gerberin - die Bürgersfrau zwischen Huren und Henker Führung Sa., 4. u. 25.8., 9 Uhr Kochel, Tourist Info Franz Marc Geführter Kunstspaziergang Anmeldung erforderlich 4. bis 5.8. u. 25. bis 26.8., 10 Uhr Walgau, Isarhof Pferdewochenende bei den Isarhof-Curlys Fr., 10.8., 20 Uhr Steingaden, Klosterbrunnen Dämmerschoppen Fr., 10.8., 19 Uhr Kochel am See Felsenkeller-Echo-Fahrt So., 11.8., 18 Uhr Steingaden, Klostergarten & Leimbachs Garten 3. Aktionstag „Pfaffenwinkel – Gartenwinkel“ Fr., 24.8., 20 Uhr Steingaden, Gasthof Moser Wies Dämmerschoppen Fr., 24.8., 19 Uhr Kochel am See Felsenkeller-Echo-Fahrt auf dem Kochelsee Sa., 25. U. So., 26.8., 11 Uhr Weilheim, Festplatz Dinosaurier-Ausstellung Sa., 1.9., 11 Uhr Mittenwald, Dekan Karl Platz Bauernwochen, Ziegenabtrieb Fr., 7.9., 19 Uhr Kochel am See Felsenkeller-Echo-Fahrt Sa., 8. u. So., 9.9., 12 Uhr Mittenwald Bauernwochen, Schafsabtrieb Sa., 8. u. So., 9.9. Lenggries, Brauneck Gipfelhaus Das Original Hüttenkrimi Wochenende 8. u. 9.9. Bad Tölz, Festplatz Oberland Trucker Treffen So., 9.9., 11 Uhr Ohlstadt, Haupt- u. Landgestüt Schwaiganger Gestütschau So., 9.9. Benediktbeuern, Kloster Kochel, Walchenseekraftwerk Tag des offenen Denkmals Die Veranstaltungstermine beruhen auf Informationen des Veranstalters. Für Irrtümer, Fehler oder Durchführung können wir keine Haftung übernehmen. 34

Frederik Mayet Zwischen Passion und Heimatsound Wenn man etwas nicht von allen Seiten betrachtet, wird man in der Regel zu unterschiedlichen Betrachtungsweisen gelangen. Wenn das auf jemand nicht zutreffen sollte, so mögen das die Ammergauer sein, die in Oberammergau beheimatet sind. Oder gibt es sonst noch einen Ort auf der Welt, an dem unzählige Kleinscharmützel zur Tagesordnung zählen, wenn es jedoch darauf ankommt, der ganze Ort wie ein Mann zusammensteht? Natürlich gilt das auch für die Frau. Mir fällt dabei nur das Gallische Dorf von Asterix und Obelix ein, doch das ist nur ein Comic. In Oberammergau ist es Realität. O´gau, wie es die Einheimischen nennen, könnte womöglich gar das Vorbild für den Comic sein, denn auch hier sollen zur Römerzeit Kelten gehaust haben. Das eröffnet die Frage: Woraus besteht der Zaubertrank, der solches möglich macht? Frederik Mayet, u.a. Pressechef der Passionsspiele, ist überzeugt, dass dies durch die fast 400 jährige Geschichte der Passionsspiele gewachsen ist. Man hat auch immer mal wieder darum kämpfen müssen, um sie überhaupt aufführen zu dürfen. Dass sie letztlich so erfolgreich, im Vergleich auch zu anderen Orten, geworden sind, liegt vorwiegend daran, dass die Spiele stets das Anliegen des gesamten Ortes waren und über die Jahrhunderte bis heute der gesamte Ort daran mitgewirkt hat und heute noch mitwirkt. Für die O´gauer ist Passion wie eine Droge, womit die Frage nach dem Zaubertrank beantwortet wäre. Als wir uns im Theatercafé gegenüber dem Passionsspielhaus trafen, begann ich unser Gespräch mit der Frage: Frederik Mayet ist aber kein typisch bayerischer Name? Daraufhin mischte sich spontan eine Dame am Nebentisch ein: „Pah, der Freddy g´hört scho oiwei zu ins!“ Da hatte ich meine Antwort. In der Tat war es bereits der Uropa, der sich schon im vorletzten Jahrhundert, in Oberammergau angesiedelt hatte und die Spiele bereicherte. Frederik selbst ist, wie energisch bestätigt, ein waschechter Oberammergauer. Für die Passion wurde er 2000 als Johannes ausgewählt und stand 2010 als Jesus auf der Bühne. Obwohl Mayet bereits begonnen hat, durch Europa zu reisen, um die Werbetrommel für 2020 zu rühren, betrachtet er das nur als einen von mehreren Jobs. Hauptamtlich ist er Leiter der Presseabteilung am Münchner Volkstheater und ist auch dort gleichsam die rechte Hand von Intendant Christian Stückl, der inzwischen seit 30 Jahren die Passionsspiele leitet. Schöpferisch zusammengekommen sind Stückl und Mayet im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2006. Mayet war gerade mit seinem BWL und Marketingstudium fertig, Stückl sollte die Eröffnungsfeier für den Megaevent inszenieren. Dabei hat er den „Freddy“ gefragt, ob er mithelfen will. Daraus ist dann ein perfektes Team entstanden, das in der Lage ist, einiges zu bewegen und dies bereits tut: Zum Beispiel auch die spielfreie Zeit des Passions-Theaters zu nutzen. So ein Monumentalbau ist schließlich nicht wartungsfrei und verschlingt, auch wenn nichts passiert, beträchtliche Kosten. Es hatte ja auch schon mal Produktionen zwischendurch gegeben, Opern wie Nabucco oder die Zauberflöte von auswärtigen Veranstaltern, die jedoch gescheitert sind. Inzwischen haben Stückl und Mayet zusammen mit Stefan Hageneier (Bühnenbild), Markus Zwink (Musik) und Walter Rutz (Management) die Sache selbst in die Hand genommen. Seitdem rührt sich auch zwischen den Zeiten was in Oberammergau. „Dies ist wichtig“ meint Mayet „nicht nur aus finanziellen Motiven heraus, sondern damit die Akteure für die Passion im Training bleiben und sich Nachwuchs bilden kann.“ Damit wären zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, zumal auch der Tourismus bereichert wird. Heuer stehen u.a. acht Aufführungen von Wilhelm Tell und zwei vom Brandner Kasper auf dem Programm. Wurde ich vor einigen Monaten mit dem Gerücht konfrontiert, dass der Jesus-Darsteller vier Mio. Euro an Gage erhält, wollte ich dies nun brennend hinterfragen. Mayet lächelt mich an nach dem Motto „sehe ich so aus. als hätte ich Millionen gebunkert“ und erwidert: „ Es sind sogar 20 Millionen. Diese werden jedoch auf alle Mitwirkend aufgeteilt und das sind rund 2000 an der Zahl. Dabei hält sich die Differenz zwischen Hauptdarstellern und Nebendarstellen sehr in Grenzen. Schließlich haben alle Beteiligten ein enormes Quantum zu erfüllen, das bereits mit den Proben im Vorfeld beginnt. Überhaupt hat jeder Oberammergauer das Recht, aktiv am Passionspiel teilzunehmen. Wer möchte, muss eingebaut werden. Wer nicht will, dem bieten sich andere Möglichkeiten, an der Passion zu profitieren“. Man könnte das als Information hinnehmen, wie die ironische Aussage „ 10 Oberammergauer - 11 Meinungen“. Denkt man jedoch etwas darüber nach, lässt sich auch erkennen, dass in jenem Ort etwas gewachsen ist, das wir heute immer mehr bei der Demokratie vermissen: Hier darf nicht nur jeder mitreden, sondern bekommt auch was ab vom Kuchen, den man gemeinsam gebacken hat. Fortsetzung nächste Seite 35