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Holiday event Winter 2017

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Von Schweinkopf Al Dente

Von Schweinkopf Al Dente bis hin zur Stolarz-Oper Selbstverständlich wird es auf der Brettlnacht auch wieder Partystimmung geben. Dafür werden einige Bands wie die Beat Bulls, Floque und Roque oder Red Stiixx sorgen. Dennoch möchten wir in diesem Jahr dem Kabarettischen mehr Gewicht verleihen. Schweinskopf al dente, hört sich doch recht kulinarisch an. Nach „Dampfnudelblues“ und „Winterkartoffelknödel“ war es der vorerst letzte Film einer Trilogie um den Dorfpolizisten Franz Ebenhofer. Dabei mitgespielt haben auch Kabaratt-Koryphäen wie Eisi Gulp und Sigi Zimmerschied sowie eine Band mit Namen Beat Hotel. Beat Hotel: So würden die Beatles heute aussehen Dorfstr. 45, 82487 Oberammergau, Tel. 08822-9486148 Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 9.00 bis 19.00 Uhr Oberammergau Souvenirs, Lilalu Quitscheenten, Siku Modelle, Blechschilder Hinter Beat Hotel verbirgt sich jedoch noch ein Menge mehr, das in eine ganz andere Richtung geht. Man ist fast geneigt zu sagen: Wären John Lennon und George Harrison nicht gestorben und die Beatles würden heute noch auftreten, würden sie wie Beat Hotel klingen. Beat Hotel spielt alte Beatles Nummern, doch sind die vier Jungs weit mehr als eine Beatles-Coverband. Ihre Songs bestehen in hohem Maße aus Eigenkompositionen, doch hören sie sich an, als wären es original Beatlesnummern perfekt auf die Bühne gebracht. Ein Musiker-Duo aus Murnau brach vor einigen Jahren auf um in Berlin die bunteste Szene Deutschlands nicht nur zu erleben, sondern auch mitzugestalten. Nach einem Jahr sind die Musiker zurückgehrt, vollgepackt mit Eindrücken. Am meisten begeistert hat sie ein klassischer Sänger, der komische Opern spontan inszeniert. Er musste nur irgendwo auftauchen und im Nu hatte er sein Publikum um sich versammelt. Worum geht es im Detail? Günther Stolarz singt seine kabarettistische Oper alleine am Klavier. Der dramatisch heldenhafte Bariton bringt dabei ein nuanciertes Klavierspiel in Einklang mit seiner facettenreiche Opernstimme. So verschmilzt er singend unser alltägliches Dasein und existenzielle Belange unsichtbar und unverzichtbar zu einer ansteckend majestätischen Einheit zynischer Festlichkeit. Seine mitten aus unseren Leben gegriffenen Arien werden im klassischen Konzertcharakter dargeboten. Nicht selten entwickelt sich das Publikum zum Chor. Sympathisanten des Kabaretts treffen auf Freunde klassischen Musikdramas und werden zu Liebhabern der Stolarzoper. Gänsehaut und Lachtränen sind hier alles andere als eine Seltenheit. Er ist uns beim Geretsrieder Liedermacherfestival aufgefallen, wo er den ersten Platz belegte. Seit dem rennt er von Auszeichnung zu Auszeichnung. Darunter 1. Platz beim Troubatur, die Silberne Weißwurst, der goldene Koggenzieher, die goldene Hoyschreke, der Song Slam Berlin und viele mehr. C. Gottschalch, Laudator beim Koggenzieher zeichnet ihn wie folgt: „Es gibt den 12-Finger-Darm. Es gibt 12-Finger- Kabarettisten. So einer ist Peter Fischer. 10 Finger legt er virtuos auf alle Tasten seines Instrumentes. Einen meist in irgendeine Wunde. Und einer zeigt dabei noch immer auf ihn selbst. Das ist sympathisch und nicht selbstverständlich für eine Kaste, die den belehrend erhobenen Zeigefinger zum Markenzeichen hat – und so hält er ein spannendes Gleichgewicht zwischen persönlichen Alltäglichkeiten, Politik und Gesellschaftskritik.“ Mehr im Programmheft, das es im Januar gibt. 34

X-mas aprés im Griesbräu zu Murnau Die „ geiligste“ Party des Jahres Der Verein Deutsche Sprache wählte X-mas als „das überflüssigste und nervigste Wort des Jahres 2008 in Deutschland“. Es stehe im Gegensatz zu allem, was man mit Weihnachten verbindet: „Gemütlichkeit, Romantik, Heiligkeit“. Unter dem Aspekt, dass das zum besagten Termin bereits wieder Vergangenheit ist und wir dann auch noch das h von Heiligkeit durch ein g ersetzen, ergibt sich daraus zwangsläufig die geiligste Party des Jahres. Es ist nicht nur die Location an sich, die so leicht nicht zu übertreffen ist. Der malerische Innenhof, der Gewölbesaal, das Brauhaus, in dem man sich auch noch nach Mitternacht an einem großen Büfett den Bauch vollschlagen kann, sowie der Insidertreff Bachida verschmelzen hier zu einer Einheit, wie sie nicht mal Disneyland kopieren könnte. Dies, verbunden mit einer angemessenen Lichtinstallation und Klängen, die 100 Jahre Musikgeschichte auf jenen Nenner bringen, der auch den aktuellen Zeitgeist in Rage versetzt, das ist Holiday event vom Feinsten. Elektro-Swing - Die Premiere im Oberland 2010 war ein Jahr der Veränderung und Neuausrichtung. Die alte Weltordnung brach im Lichte der Ereignisse auseinander. 2010 gab es den arabischen Frühling, Wikileaks. Die Welt erfand sich neu. Sie weigerte sich, einfach blind dem alten Trott zu folgen. 2010 war auch das Jahr, in dem das englische Magazin „Time Out“ einen neuen, immer beliebter werdenden Sound mit folgenden Worten beschrieb: „Ja, das ist wirklich ein neues Genre und ein interessantes noch dazu, endlich mal!" In der Tat gab es bereits frühere Ansätze von Electro-Swing. 2010 bleibt aber nichtsdestotrotz ein wichtiger Referenzpunkt, da etwa zu dieser Zeit aus einer kuriosen Randerscheinung ein eigenständiger Bestandteil des Nachtlebens wurde. Kurz gesagt, es war das Jahr, in dem Leute zum ersten Mal ganz ironiefrei sagten: „Ja, ich möchte auf eine Electro-Swing-Party gehen." Kurz zusammengefasst ist Electro-Swing ein Musikgenre, das von sich behauptet, die Sounds der Vergangenheit zu nehmen und sie mit modernen Beats zu kombinieren. Spezifischer ausgedrückt bedient sich Electro-Swing bei der Swingmusik der Bigbands aus den 20er, und 30er Jahren und unterlegt diese mit beschwingten Beats. Diese Zeit damals mit ihren glamourösen Festen vor dem Krieg hatte einfach was, an das wir uns heute wieder beginnen zu erinnern. Es war eine Zeit, in der ausgelassenen gefeiert wurde, als ob es kein Morgen mehr gibt. Irgendwie war es auch so, denn es dauert nicht sehr lange, da kam der Krieg. Auch wir leben in einer Welt des Wohlstands, ahnen andererseits dass es zumindest für die breite Masse keine großen Steigerungsmöglichkeiten gibt. Eingepfercht in immer mehr Kontrolle und Regeln sehnen wir uns nach einem Ablassventil. Liegt hierin eine mögliche Parallele? Oder ist es einfach nur der damit verbundene Spaßfaktor ohne Hintergedanken mangels passender Alternativen in einer Welt, in der alles schnell langweilig wird. Immerhin, wir schreiben bald das Jahr 2018 und der Hipe um Electro Swing scheint erst jetzt richtig loszulegen. Endlich ein Gegenstück zur „langweiligen" oder „prätentiösen" Clubmusik darstellt, die man in der Regel nur in Kombination mit Ecstasy oder anderen Emotionsverstärkern erträgt. 100 Jahre Musikgeschichte zum Abfeiern für Jedermann präsentiert Fr., 29.12. Xmas aprés 3 Areas • Party DJs Electroswing Root Bootleg Band live Lasst uns also die erste Elektro-Swing-Party im Oberland feiern. Nur wer dabei war, kann sagen, er wäre bei den ersten gewesen. So etwas kann dann später garantiert nicht jeder von sich behaupten. Solle es tatsächlich jemand geben, dem der Sound nicht in die Beine fährt, der geht ebenfalls kein Risiko ein. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass die Root Bootleg Band live nicht nur für die 50er und frühen 60er Jahre steht, sondern auch für rastlose Beine und sich nicht mehr schließende Münder. Sollte es bei all dem noch immer Leute geben, die noch mehr wollen, für die haben wir mit Deejoy einen der besten Party-DJs im Boot. Zuletzt brachte er bei der After-Show der Ammergauer Brettlnacht den überfüllten Saal der Wetzstoastubn in Unterammergau zum Beben. GRIESBRÄU MURNAU www.holiday-event.de 35