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Schenken an Weihnachten

Schenken an Weihnachten – die Hintergrundgeschichte von Rupert Reggel Das Beeindruckende an Weihnachten, insbesondere an der Vorweihnachtszeit ist, dass sich bei vielen Menschen die Stimmung wandelt. Man wird nachdenklicher, sentimentaler. Vielleicht liegt das auch nur an der Jahreszeit, die von außen her kälter wird und der Mensch sich deshalb nach mehr innerer Wärme sehnt. Sicher liegt es auch an einer Botschaft, die egal ob man daran glaubt oder nicht, sich in unseren Genen seit Jahrhunderten verankert hat. In einem Zeitalter der relativen Resignation eines Volkes wurde der Menschheit ein Messias geboren. Ein ganzes Volk hat mit Sehnsucht darauf gewartet, dass dies endlich passiert. Als es dann geschah, wie heute viele hundert Millionen Menschen glauben, haben die meisten jener, die sich danach sehnten, gar nichts mitbekommen. Der Legende zur Folge waren es lediglich ein paar Hirten, die die Geburt dessen, der die Wiederauferstehung und das ewige Leben versprach, registrierten. Hinzu kamen noch drei Gelehrte aus dem Orient, die einem Kometen folgten und den kleinen Jesus mittels Geschenken huldigten. Ist etwa darauf der Brauch des Schenken an Weihnachten zurückzuführen? Rede, der ihr einen lauteren Sohn beschert. Auf die Frage Marias, wie sie denn als Jungfrau einen Sohn bekommen solle, erklärt der Engel, dass es für Gott leicht zu bewerkstelligen sei. Ihr Sohn soll zu einem Zeichen für die Menschen gemacht werden. Daraufhin bringt sie ihn an einem entlegenen Ort unter einer Dattelpalme zur Welt. Das Kind ist schon in der Wiege des Redens mächtig und verteidigt die Ehre seiner Mutter vor dem verblüfften Volk, indem er ihnen erklärt, dass er ein Diener und Gesandter Gottes sei. Auch im Allgemeinen misst der Koran Jesus einen bedeutenden Stellenwert bei. Er wird, über 93 Verse verteilt, in 15 Suren namentlich erwähnt und neben seiner wundersamen Geburt werden unter anderem seine Wunder, wie etwa die Heilung von Kranken und die Erweckung von Toten zum Leben geschildert. Nachdem das „auserwählte Volk“ die Geburt Jesu als Messias weitgehend ignorierte und dem bis heute nicht nachgeben will, ging die folgende Entwicklung von wenigen Juden aus, die die bestehenden Konventionen auf den Prüfstand stellten und neue Gedanken hinzufügten. Man könnte das mit Luthers Reformation vergleichen, nur war das, was vor rund 2000 Jahren geschah, wesentlich fundamentaler. Man mag dies auch daran erkennen, dass dieses Ereignis Einzug in den Koran fand und dort einen nicht unbedeutenden Stellenwert einnimmt. Jesu Geburt auch im Koran ein Thema Während im Koran die Geburt des Propheten Mohameds in keinem einzigen Vers Erwähnung findet, wird dort die „Weihnachtsgeschichte“ in der 19. Sure „Maria“ in den Versen 16- 36 ausführlich dargestellt. Zu Beginn dieses Abschnitts ist von einer Begegnung Marias mit dem Erzengel Gabriel die 12

Was nun den Brauch des Schenkens betrifft, so ist dieser noch gar nicht so alt. In katholischen Gegenden wurde oft noch bis um 1900 zu Weihnachten zwar gefeiert, aber nicht geschenkt. Bei den Katholiken wurde damals zum Nikolausabend beschert. Erst Martin Luther hat das Schenken zu Weihnachten eingeführt. Der Reformator hat den Schenktermin von Nikolaus auf Weihnachten verlegt, um die Popularität dieses Heiligen zu brechen. Damit musste er auch den „Schenkenden“ austauschen. Bei den Protestanten bescherte fortan das „Christkind“, das inzwischen den Brauch dominiert. Weihnachten – Kitsch oder Bereicherung? Unabhängig von der Entstehungsgeschichte und von ihrem religiösen Hintergrund ist Weihnachten zu einem weltweiten Ereignis geworden. Wo kennt man nicht den Weihnachtsbaum, die Lichterketten, den Coca Cola Weihnachts-Truck oder die Jingle Bells-Melodie? Ganz zu schweigen vom Weihnachtsmann. Wo kommt der eigentlich her? Er entstammt wohl dem Nikolaus, der jedoch eine ganz andere Historie hat. Die Kinderbescherung am Nikolausabend hatte sich im Mittelalter eingebürgert, als Nikolaus zu einem populären Heiligen wurde. In einer der uralten Legenden des Heiligen aus dem 5./6. Jahrhundert wird berichtet, dass Nikolaus einen Vater und seine drei Töchter, die er nicht standesgemäß verheiraten konnte, dadurch rettete, dass er ihnen nachts unerkannt aus seinem eigenen ererbten Vermögen Gold in ihr Haus warf. So mussten die Frauen nicht für sich und ihren Vater auf sündige Weise Geld auf der Straße verdienen. Aufgrund dieser Legende bildete sich das Schenken zu Nikolaus als geheimes Schenken aus. In der Tat ist Weihnachten ein Schmelztiegel unterschiedlicher Einflüsse. Was gibt es für einen Grund, dass der Kommerz davor halt machen sollte? In Zeiten, in denen Überfluss vorhanden ist, lässt er sich nur schwer verstecken. Warum auch, und warum nicht das Leben genießen, wann immer sich die Gelegenheit bietet? Hat nicht der weihnachtliche Geist auch sehr karge Zeiten erlebt? Auch da hat man zusammengefunden und das wenige geteilt. Jeder hatte etwas zusammengekramt und aus einem bescheidenen Sammelsurium ist etwas entstanden, das die Beteiligten begeistert hat. Weihnachten hat sicher in hohem Maße dazu beigetragen, dass man sich stets wieder dennr: ein Stück 160303 näher gekommen ist und es deshalb auch als Fest rag: 5527602, des Friedens Motiv: und 001 der Versöhnung gefeiert wird. Es gibt eine schöne Geschichte aus dem ersten Weltkrieg, die als Weihnachtsfrieden um 18:10:01 von sich reden machte. Es war eine nicht au- : 17.10.2017 UNB, torisierte Farben: Black Waffenruhe, Cyan Magenta bei der Yellow sich gegnerische Frontsoldaten verbrüderten und vereinbarten während der Weihnachtstage nicht gehoert aufeinander nicht zur Anzeige zu schießen. Feindliche Truppen, ins- r graue Rahmen besondere Deutschen und Briten, tauschten Geschenke aus und feierten zusammen. Dies geschah 1914 und wurde in den Jahren danach von den jeweiligen Heeresleitungen auf strengste unterbunden. *160303-5527602-001* Marienplatz 16 82362 Weilheim Tel: 0881/5695 Fax: 0881/64821 www.hatzmann.net info@hatzmann.net 100 Jahre Nähzentrum Huber – 100 Jahre Kompetenz in Nähmaschinen Marienplatz 16 82362 Weilheim Tel. 0881-5695 www.hatzmann.net 13