Aufrufe
vor 1 Woche

winter 2018 KLEIN

  • Text
  • Murnau
  • Weilheim
  • Kurhaus
  • Mittenwald
  • Christkindlmarkt
  • Kohlgrub
  • Oberammergau
  • Dezember
  • Penzberg
  • Weihnachten
  • Event.de

Liebe Freundinnen und

Liebe Freundinnen und Freunde, habt ihr es gemerkt? Nachdem ich sonst immer „liebe Leser“ schreibe, habe ich heute ausnahmsweise mal eine andere Anrede gewählt. Warum? Ich könnte jetzt eine ganze Reihe von Gründen aufzählen, die jedoch nicht unbedingt gewichtig sind. Also sage ich zunächst „ einfach mal zur Abwechslung und dass Freunde etwas Wunderbares sind, zumindest solange eine Freundschaft nicht vorgegaukelt ist“. Dabei ist mir sehr wohl bewusst, dass eine ganze Reihe von Leuten geflissentlich diese Seite überblättert, womit sich der hier erschlossene Freundeskreis gleichsam reduziert. Ich will daraus keinen Vorwurf ableiten, denn diese Seite, die nicht einmal durch ein Bild oder eine Zwischenüberschrift durchbrochen wird, zeichnet sich durch optische Eintönigkeit aus. Im Zeitalter von Twitter und SMS könnte man es geradezu als eine Vermessenheit bezeichnen, menschliche Wesen mit etwas derartigem zu konfrontieren. In diesem Sinne will ich all jene, die dies als Verschwendung wertvoller Ressourcen betrachten, um Nachsicht bitten. Andererseits scheint ausgerechnet diese Seite eine gewisse Magie auszustrahlen, sonst würde sie nicht etliche Kommentare auslösen. Auch solche, die die Frage stellen, was eine derartige Seite in einem Event-Magazin, in dem man anderes erwartet, überhaupt zu suchen hat. Gedanken dieser Art wären doch in einem Politmagazin weit besser aufgehoben! Zurückgefragt: Wer liest denn heute noch ein Politmagazin und wie soll ein solches im Zeitalter von Youtube aussehen? Wie groß wäre die Chance, normale Menschen damit zu erreichen? Jene, die sosehr vom Alltag gefangen sind, dass sie ihr Informationsbedürfnis nicht um jeden Preis erweitern wollen, anderseits jedoch am Mainstream zweifeln? Klar, könnte man diese Seite auch durch Rätselspiele ersetzen, laden doch auch Rätsel zur geistigen Beschäftigung ein. Bliebe dabei noch immer das Editorial offen, das man gemeinhin in einem Magazin erwartet. Was überhaupt schreiben? Selbst in schöne Floskeln eingepackt werden das Erwachen des Frühlings, die wärmende Sonne im Sommer, die goldenen Blätter im Herbst und der Pistenspaß im Winter nicht spannender, wenn sie sich zum 20ten Mal wiederholen. Die jeweils zugehörigen Artikel stehen ja ohnehin im Heft und sollten demgemäß ihren eigenen Raum bekommen. Somit ist es doch nicht das Schlechteste, das Vorwort mit einem aktuellen Thema zu verbinden? Wenn ich an jener Stelle diverse Gedankenansätze zur geistigen Weiterverarbeitung zur Verfügung stelle, muss daraus nicht zwangsläufig Nutzen resultieren. Schaden tut es zumindest in keinem Fall. Es soll auch Leute geben, die sich beim Lesen der Zeilen amüsieren. Ich will sogar noch weitergehen: Durfte ich doch häufig feststellen, dass Menschen sich dabei durchaus animieren lassen und daraus zuweilen auch geistige Nähe entsteht. Das alleine genügt bereits! Geistige Nähe ist ein wichtiger Bestandteil von Freundschaft, auf Dauer vielleicht sogar der wichtigste überhaupt. Ein weiteres Attribut von Freundschaft ist Teilen. Seltsam: Wenn dieses Wort fällt, denken nicht wenige mit Graus daran, denn sie assoziieren den Begriff mit Verlieren und Hergeben müssen. In der Tat ist das ein furchtbarer Graus, wenn man gibt und als Dank dafür über den Tisch gezogen wird. Allzu oft sollte dies jedoch nicht geschehen, denn hierin liegt der Gradmesser für den aktuellen Zustand in Bezug auf menschliche Ethik. Wenn der Gradmesser sehr tief anzeigt, sollten wir uns Gedanken machen, wie wir den Zustand verbessern. Grundsätzlich sollten wir wissen, dass im Teilen meist ein Zugewinn liegt, wenn auch das Gegenüber mitspielt. Gerne kann der Nachbar meinen neuen Rasenmäher benutzen, nachdem seiner nicht mehr richtig funktioniert. Dafür hilft er mir beim Heckenschneiden und wir beide haben auch noch mächtig Spaß dabei, nachdem alles nur noch halb so schwer wiegt. Oft ist es so, dass wir uns heute gar nicht mehr zu fragen trauen, uns lieber alles selbst anschaffen, sogar dann, wenn wir es sonst nie wieder brauchen. Dabei nehmen wir in Kauf, dass uns die Dinge erdrücken und wir ständig am Sortieren und Ausmisten sind, nachdem wir über überflüssige Dinge stolpern. Um wie vieles wäre es angenehmer mit dem/ der Nachbarn/in gemütlich im Garten zu sitzen und bei einem Bierchen oder Glas Wein den Sonnenuntergang zu genießen. Der Genuss wäre um ein mehrfaches größer, als wenn man es alleine tut. Woran liegt es wohl, dass wir viele Annehmlichkeiten nicht einmal mehr in Erwägung ziehen und im Nachbarn weniger den Freund als den Konkurrenten sehen, den es zu übertrumpfen gilt? Weil du das Auto zum Xten Mal verliehen hast und es wieder mit leerem Tank zurückgekommen ist! – Das ist leider die menschliche Seite. Wenn Alte erzählen, dass früher alles besser war, so mag dem eine gewisse Verklärung zu Grunde liegen. Man denke an Zeiten, in denen die Fürsten ihre Bauern als Leibeigene drangsalierten, die Rechtsprechung einem Gottesurteil unterlag, grausamen Kriege die Verwüstung ganzer Landschaften zur Folge hatte und nicht zuletzt eine medizinische Versorgung, bei der bereits eine Blinddarmentzündung zum Tode führte. Wenn wir jedoch an die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg denken, durften die damals Geborenen vergleichbar paradiesische Zeiten erleben. Betrachten wir das Jahr 1965: Die Medizin hatte einen hohen Standard erreicht. Kein Krieg zerstörte die Lebensplanung. Es gab viele Chancen, sich auch auf selbständiger Basis den Berufstraum zu erfüllen. Nahrung gab es im Überfluss und nach und nach konnte auch der einfache Mensch sich Luxus leisten. Kita war kein Thema, ebenso wenig das Pflegeheim. So seltsam es aus heutiger Sicht klingen mag, das haben die Familien intern geregelt. Wenn man zusammenhalf, konnte sogar ein einfacher Arbeiter ein eigenes Häuschen bauen. Trotz erheblicher Kosten für den Wiederaufbau lag die Staatsverschuldung unter 50 Milliarden DM. Heute sind es rund 2 Billionen Euro, also 2000 Milliarden. Stell dir vor, du hättest damals 50.000 DM zum Bau eines Häuschens aufgenommen. Anstatt den Betrag abzubezahlen wären die Schulden nun auf 2 Mio. Euro angewachsen. Auch damals gab Verbrechen, doch lag die Kriminalitätsrate gerade mal bei einem Drittel von heute, obwohl die Polizei damals im Vergleich sehr bescheiden ausgestattet war. Die Kinder durften ungezwungen spielen, ohne dass sie ständig beaufsichtigt wurden. Auch Wohnungen gab es genug, sogar in München zu bezahlbaren Preisen selbst für Studenten, die sich zu Gemeinschaften zusammenschlossen. 1968 begann sich die Jugend von alten Konventionen zu befreien, die Frauen entledigten sich zunehmend der Vorherrschaft der Männer. Auf Reisen begannen wir die Welt zu erkunden. Ganz allgemein steigerte sich der materielle Luxus. So könnte es gut weitergehen. Wenn eine solide Basis steht, lässt sich darauf gut aufbauen. In der Tat sprudeln heute die Steuereinnahmen wie noch nie vorher, so dass kaum noch eine Steigerung möglich ist, hatte man noch zusätzlich diverse Abgaben erhöht oder neu erfunden. Im Grunde sollte es bequem für alle reichen. Stattdessen liegt vieles im Argen. Oft ist nicht einmal genügen Geld vorhanden, um Bestehendes instand zu halten. Die Mieten sind für viele unbezahlbar, ein Eigenheim zu erwerben ist für viele aussichtlos. Kinder werden über Tafeln versorgt, Rentnern droht die Altersarmut. Wie kann das sein? Ich will hierzu mal keinen Kommentar abgeben. Jetzt könnt ihr euch mal selber Gedanken machen! Ein kleiner Hinweis am Rande: Kann man sich vorstellen, dass im römischen Weltreich 10.000 Beamte genügten, um das gesamte Imperium zu verwalten? Wir hingegen beschäftigen neben tausenden von Politikern in einer Vielzahl von Parlamenten auch noch nahezu 5 Mio. Personen im Öffentlichen Dienst. Kann das organisatorisch überhaupt funktionieren, von den Kosten mal abgesehen? Trotzdem gibt es Leute, die meinen, dass wir noch mehr Beamte brauchen. Mit persönlich gefällt die Idee vom Teilen besser und das könnten wir bereits zu Weihnachten schon mal ausprobieren. Herzlich Euer Rupert Reggel 4

WINTERZAUBER Ob Fun & Aktion oder eher besinnlich am Kamin mit Blick auf die verschneite Winterlandschaft - jeder hat seine ganz persönliche Vorstellung vom perfekten Wintererlebnis. Holiday Event hat in diesem Wintermagazin einige Tipps und Anregungen für Sie zusammengestellt. In unserem großen Veranstaltungskalender finden Sie unter dem Motto „Was ist wo los“ unzählige Termine für Ihre Freizeitaktivitäten. Lassen Sie sich vom Winterzauber begeistern. Gerade aktive Wintersportler finden Pisten und Loipen jeden Schwierigkeitsgrades um ihr Können auszutesten. Genießer wandern in einer einmalig schönen Winterlandschaft oder erleben den Winter bei einer romantischen Pferdeschlittenfahrt von seiner schönsten Seite. …und abends? Da lässt man sich bei Kerzenlicht ein gutes Menü servieren oder feiert in die Nacht hinein. Hochkarätige Wintersport-Highlights wie zum Beispiel der City Biathlon, das Neujahrs Skispringen der König-Ludwig-Lauf oder die Weltcup-Rennen begeistern tausende Zuschauer jedes Jahr in Garmisch-Partenkirchen, Oberammergau und Seefeld. 5