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Holiday event Frühling 2019

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Habach - Hochburg für

Habach - Hochburg für Live Musik Trauriger Anlass mündet in eine heiße Party Es war wie ein Paukenschlag, der ganz Süddeutschland erfasste: Big Bad Wolf geht auf Abschiedstour. Im Jahre 2002 formierte sich aus den Mitgliedern dreier Bands ein Quintett, von schon damals älteren Herren, das im Laufe der Jahre zu einer der beliebtesten Formationen in ganz Süddeutschland werden sollte. Den Jungs voran stand Pete Hirschheiter, der bereits neben den Beatles als Musiker und Sänger im legendären Hamburger Starclub vertreten war. Sie interpretierten Songs von den Beatles, Rolling Stones, Kinks, Crosby, Stills Nash and Young, Cat Stevens, Credence Clearwater Revival, The Eagles, Lynyrd Skynyrd, The Beach-Boys usw. teilweise mit 5-stimmigem Gesang, so wie die Originale einst geklungen haben. Immer mehr Menschen, alte wie junge, fühlten sich zu diesem Sound hingezogen, bei dem ihnen nicht selten das Herz aufging. Jeder Auftritt von Big Bad Wolf wurde damit zu einem Highlight so dass sich mit der Zeit ein respektabler Fankreis entwickelte. Natürlich stand auch das Village auf der Liste der Abschieds- Konzerte. Auf die Versuche die Band vom Rücktritt aufzuhalten meinte Pete Hirschheiter, dass man auf dem Höhepunkt aufhören sollte und er außerdem mit 75 Jahren mehr Zeit zum Skifahren benötige. Nun gut, da bliebe halt noch immer der Sommer. Pete dazu: „Da fahre ich Wasserski und muss meine Titel verteidigen.“ 44 Nun ist es nicht so, dass vor Dieter Uebler noch nichts in Sache Live-Bands in Habach geboten war. Bereits Jahre zuvor war Rainer Fath vom Starnberger See, wo er einst ein Szenelokal gegenüber der Fischerrosl in St. Heinrich hatte, nach Habach gezogen, mit der Absicht, sich den Schickis zu entziehen. Er selbst empfand sich als Trödler, dessen Leidenschaft es war, sich mit alten Dingen zu umgeben. So zog er nach Habach, und eröffnete ebenfalls in einer Dorfwirtschaft ein Bistro dem er den Namen Trödler gab. Im ersten Stock besitzt das Lokal einen Saal, der sich bestens für Liveveranstaltungen eignet und so nahm Rainer die Gelegenheit wahr, den auch als solchen zu nutzen. Nun setzte sich im gleichen Ort eine weitere Lokalität in Szene, das zu diesem Zeitpunkt bereits überregional einen klangvollen Namen besaß, der auch in diversen Fernsehportraits nicht unerwähnt bliebt. Rainer Faht sieht darin jedoch keine Konkurrenz, sondern vielmehr eine Bereicherung. In der Tat ist der Trödler die Kneipe für den Alltag, der durch Livebands and andere Veranstaltungen bereichert wird. Beim Village steht der kulturelle Aspekt im Vordergrund. Hier treffen sich Musiker zum Jam-Session am Donnerstag, am Wochenende stehen Bands auf der Bühne, die es als Ritterschlag betrachten, sich in die Liste einzureihen, allein um ihre Biographie aufzuwerten. Schließlich klingt es gut, im gleichen Club aufgetreten zu sein wie die Animals, Ten Years After, die Hamburg Blues Band, Steve Gibbons Band, Embryo, Canned Heat, Iron Butterfly, Soft Machine oder Deep Purple und vielen anderen, deren Name nicht nur in Musikerkreisen ein Begriff ist. Natürlich treten sie auch heute noch auf, die Musiker und Bands die einen Namen haben. Dabei sind auch Leute, die noch keinen bekannten Namen haben, jedoch großes Potential. Alleine deshalb lohnt es sich im Village hin und wieder mal vorbei zu schauen. Ganz allgemein geht es recht gemütlich zu in der Obermühle im Mühltal, das Uebler inzwischen in Kulturtal umbenannt hat. Die Gaststube, mit Wandholzverschalung, Holzbohlenboden, Holzdeckenbalken, wirkt ungemein heimelig. Wenn´s kälter ist, wird der Kamin angeschürt. So kann man sich wie zu Hause fühlen oder besser, wenn man selbst nur eine kleine Singlewohnung hat. Auf der Bühne stehen Verstärker, die schon in den Sechzigern ihren Dienst taten. Das Schlagzeug stammt aus dem Jahr 1972. Da kann es schon sein, dass so mancher alte Rocker seine Anfänge ein zweites Mal erleben kann. Ein derartiges Erlebnis wird in heutiger Zeit oft teuer verkauft. Dieter verzichtet darauf, was ihm andererseits so manche Gage erspart oder zumindest sehr erträglich macht. Um Namen in den doch verhältnismäßig kleinen Club zu locken, spekuliert Dieter auf den Wohlfühlmoment, den Musiker nach vielen Auftritten ohne Pause zu schätzen wissen. Dies wird dann oft gerne angenommen, wie wenn man Freunde privat besucht. Dabei spielt man dann auch mal nur so zur Gaudi. Instrumente und Anlage sind ja ohnehin vorhanden. Dieter selbst ist inzwischen nicht mehr der Jüngste, genauer gesagt weit über das Rentenalter hinaus. Auch gesundheitlich hat er etwas Probleme und geht mittlerweile am Stock. Doch das Leuchten in seinen Augen ist geblieben und er scheint nicht nur zufrieden, sondern sich in seiner Rolle sichtlich wohl zu fühlen.

Nicht selten droht die „gute Stube“ aus den Fugen zu geraten Dabei ist das Village nach modernen Marketingkriterien alles andere als ein profitables Wirtschaftsunternehmen. Das Lokal hat maximal nur vier Tage geöffnet und die Gastro läuft eher nur so nebenbei. Trotzdem steht etwas da, was durchaus als respektabel zu bezeichnen ist und letztlich auch unterhalten werden muss. Wenn man über die Jahre zurückblickt, hat Dieter stets den Eindruck vermittelt, dass wenn man ihn auf den Kopf stellt, bestenfalls ein paar Knöpfe aus den Hosentaschen purzeln. Dafür hat er einiges auf die Beine gestellt und das nicht nur kulturell. Selbst wenn es ihn nicht mehr gäbe, könnte das Projekt noch eine ganze Weile weiterleben. Dieter ist es stets gelungen, Idealisten um sich zu scharen, deren Priorität nicht im Geldverdienen bestand. Vielmehr gelang es ihm eine große Familie zu schaffen, in die jeder der dazugehören will, etwas einbringt. Letztlich zählt dazu auch ein Förderverein. In der Tat muss sich Uebler keine Sorgen in Bezug auf die Zukunft machen, denn es werden immer Leute da sein, die sich um ihn kümmern. Selbst wenn er kaum noch etwas selber machen kann, wird ihm nie langweilig werden, denn er sitzt mitten drin im Geschehen und das auf einem Ehrenplatz. Auch das Angebot, das die Bar hinterm Tresen bietet, scheint unendlich. Auch in diesem Sinne ist Dieter ein reicher Mann, einer von wenigen, denen es gelang, seine Leidenschaft auszuleben. Kaum ein Reicher sonst verfügt über einen Freundeskreis, der sich mit seinem auch nur annähernd messen kann. Somit verkörpert Uebler eine Geschäftsphilosophie, die konträr zum gegenwärtigen Mainstream steht: Dass man auch ohne viel Bares sehr erfolgreich und nachhaltig bestehen kann und das verbunden mit Lebensfreude. jeden Mittwoch, 18:30 Uhr • Burgertag jeden 1. Donnerstag im Monat, 18:30 Uhr Irish Folk Session So., 24.3., 10 Uhr Hubavenka Mutzikanti Frühschoppen So., 24.3., 19 Uhr • Nostalgie So., 31.3., 10 Uhr • Starkbierfest Fr., 5.4., 20:30 Uhr Bairisch Diatonischer Jodelwahnsinn Sa., 6.4., 21 Uhr MamaBua mit Vorband Föhnsturm aus Miesbach Fr., 12.4., 20:30 Uhr • D‘ Fuchsdeifis Sa., 13.4., 20:30 Uhr • Country Night mit NoNameFour 21.4., 27. + 28.4., 4. + 6.5. 20 Uhr Theater Sa., 11.5., 20:30 Uhr • Austria Project Sa., 27.7., 18:30 Uhr 25 jähriges vom Trödler – Silberhochzeit mit einer Beatles und einer Rolling Stones Cover Band 82392 Habach Hauptstr. 13 Tel. 08847 / 296 Mail: Troedler-Habach@web.de Web: www.troedler-habach.de 45