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Holiday event Frühling 2019

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Liebe Leser jeglichen

Liebe Leser jeglichen Geschlechts, es ist nicht nur eine Religion, die uns erklärt, dass menschliches Leiden auf Erden der Maßstab für Belohnung im Paradies ist. In der Tat mag das Trost und Hoffnung nach sich ziehen für Menschen, die hier darben. Wir alle kennen die Aussage „eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher in den Himmel kommt“. Soll das etwa die Armen trösten? Oder uns daran hindern, reich zu werden oder deutet dies womöglich darauf hin, dass alle Reichen hartherzig sind? Zumindest hat diese Aussage die Reichen selbst kaum geschreckt, nicht mal jene, die die Religion bestimmten. Überhaupt, was ist der Himmel? Ein Ort voller Jungfrauen für jeden, wie es für Islamisten reizvoll erscheinen mag oder wie der von Aloisius, der mit der Harfe auf einer einsamen Wolke, den ganzen Tag „Hosianna“ singen darf. Der erste Ansatz hätte schon was, zumindest für Männer. Dafür könnte man gerne einmal im Leben für Bombenstimmung sorgen, wenn man schon sonst nichts zu feiern hat. Auch wenn die Moslems deswegen heute bevorzugt im Fadenkreuz stehen, so will ich dies gleich wieder gerade rücken. Die Mohammedaner sind nun wahrlich nicht von sich aus darauf gekommen. Vielmehr haben die Christen das Märtyrertum zum Kult gemacht, was nicht zuletzt an Allerheiligen gefeiert wird. Man muss sich das mal vorstellen: Als die Christen zu Tausenden ins Colosseum getrieben wurden, um dort auf bestialische Weise geschlachtet werden, haben Sie gesungen und in freudiger Erwartung dem Tod entgegengeblickt. Man sollte sich mal die Schaulustigen vor Augen führen, als sie miterlebten, wie sich die Dramaturgie der Regie entzog. Ob nun im positiven oder negativen, so zeigt uns das, was Glaube bewirken kann. Nur wissen tun wir es immer noch nicht, was nun der gepriesene Himmel bedeutet und wo das Paradies liegt? Hindus und Buddhisten haben in diesem Zusammenhang eine für unser Religionsverständnis recht pessimistische Definition. Sie besagt, dass das Leben selbst eines der Schwersten ist. Man wird solange wiedergeboren, bis man es gelernt hat. Erst danach darf man tot sein, was für viele von uns sehr befremdlich klingt, da man in der Regel nicht gerne tot sein will und man eher dazu geneigt ist, sich des Lebens zu erfreuen, selbst wenn das nicht immer leicht fällt. Könnte es vielleicht sogar möglich sein, dass das Paradies vor unserer Nase liegt und wir nur mal genauer hinschauen müssten, um es zu erkennen. Kann man wirklich etwas schöner und abwechslungsreicher gestalten als unseren Planeten? War es wirklich ein strafender Gott, der uns aus dem Paradies geworfen? Oder hat sich nur der menschliche Blick vernebelt, indem er begann seine Brüder zu erschlagen. Wäre der Mensch nicht als soziales Wesen konzipiert, hätte er nicht einmal seine Anfänge nicht überstanden. Hat er das inzwischen vergessen? Es scheint, dass er sich zu einem Wesen mit zwei Gesichtern und zwei Seelen entwickelt hat, wie es treffend die Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde beschreibt. Die Natur ist sicher kein Gnadenhof, wie ihn einzelne Menschen in einem anderen Extrem betreiben. Die Evolution definiert sich über Wettbewerb. Dennoch bewegt sich das in einem ausgewogenen Rahmen. Was dagegen treibt den Menschen dazu, sowohl die eigene Spezies als auch die Natur mit Gewalt unterzubuttern? Ob es ein Streit mit dem Nachbarn ist oder ein Krieg, der ganze Länder in Schutt und Asche legt, in Wirklichkeit gibt es keine Gewinner, denn Siege sind meist zu teuer erkauft. Wem macht es wirklich Freude, wenn der andrere am Boden liegt und sich krümmt? Jeder würde das für sich verneinen und trotzdem ist es Alltag. Wie lange hat wohl jemand etwas davon, selbst wenn er sich die halbe Welt unterwirft? Bereits nach Sekunden auf der Uhr des Universums ist alles wieder verloren. Und dafür hat er sich einem Mordsstress ausgesetzt. Klar kann es Spaß machen, den anderen zu übertrumpfen ob im Spiel oder im Sport. Doch diesem Streben seine gesamte Existenz zu unterwerfen, hat doch kaum etwas mit Lebensfreude zu tun. Wäre es da nicht vernünftiger seinem Nachbarn beim Bau seines Häuschens zu helfen, damit er mir bei meinem hilft? Dann hätten wir beide eins und nach Fertigstellung viel freien Raum, den wir gemeinsam genießen könnten. Stattdessen tendieren wir dazu, unter Aufbietung aller Ressourcen selbst ein zweites zu bauen, das wir dann dem Nachbarn vermieten können. Wofür, wenn anschließend die Bank die Miete und mehr als Zinsen kassiert? Wie beim Hamster oder beim Eichhörnchen hat sich auch beim Menschen ein ausgeprägter Sammlertrieb entwickelt. Nachdem das Eichhörnchen oft seine Verstecke nicht wiederfindet, trägt es so immerhin zur Verbreitung von Samen und damit zur Erneuerung bei. Auch der Mensch hat Notzeiten erlebt und so ist eine gewisse Vorsorge durchaus vernünftig. Doch ist es weniger die Not, die den Menschen zu Exzessen treibt. Vielmehr liegt dem Handeln eine Gier zu Grunde, die mit wachsendem Wohlstand nach immer mehr verlangt. Oft wird in diesem Zusammenhang von Streben nach Macht gesprochen. Dabei sollten wir es wissen: Ungezügelte Macht provoziert stets einen Gegenpol bis hin zum Terrorismus. Stell dir mal vor, du würdest in einer Welt leben, in der du dich frei und spielerisch entwickeln könntest. In einer Gesellschaft, in der Selbstverwirklichung einen höheren Stellenwert hat als Produktivität. Arbeit wäre Vergnügen, nachdem du Art und Umfang frei bestimmen könntest. Du selbst würdest nicht nur toleriert sondern angenommen wie du bist – mit deinem Lebenskonzept, deiner Hautfarbe und deiner sexuellen Orientierung. Dabei hättest du Freude daran, auch anderen zu nützen. Wäre das nicht paradiesisch? Nachdem uns von den Regierenden weisgemacht wird, dass der Erhalt unseres Wohlstands nur durch Wachstum möglich ist, erkennen immer mehr die Kurzsicht dieses Denkens. Zumindest einige junge Menschen wachen auf und stellen fest, dass sie es sind, die den Wahn des grenzenlosen Wettbewerbs auszubaden haben. „Unsere Kinder sollen es einmal besser haben“ war einst die Aussage einer fleißigen Generation. Wir erleben vielmehr das Gegenteil. So können wir nur hoffen, dass jungen Menschen schlauer werden und die Alten sie dabei unterstützen. Und dennoch haben wir die Chance, ein Stück vom Paradies zu sehen. Dazu müssen wir kein Opfer bringen, sondern es bedarf nur etwas Muse. Jedes Jahr überrascht uns der Frühling nicht nur mit Hochwasser, sondern auch mit besonderen Reizen. Insbesondere unsere Region ist prädestiniert dafür. Sich dafür etwas Zeit zu nehmen, ist garantiert keine Fehlinvestition. Herzlich Euer 4

Faszination Zwei-Seen-Land! Kochel a. See und Walchensee im oberbayerischen Alpenvorland Einfach natürlich. Einfach inspirierend. Einfach bewegend. Fotograf: Thomas Kujat Jeder, der bei uns schon einmal einen der Berggipfel erklommen hat oder in einen der zwei idyllischen Seen eingetaucht ist, weiß, wie befreiend es ist, die Alltagshektik auf diese Weise hinter sich zu lassen und zurück zum „einfach ich sein“ zu finden. Die atemberaubende Landschaft, von der sich bereits die Künstler des Blauen Reiter inspirieren haben lassen, hilft dabei, sich wieder ganzheitlich zu entspannen. Besonders die Seen laden ein, sich zu erfrischen und sich treiben und einfach die Seele baumeln zu lassen. Die zwei Luftkurorte Kochel a. See und sein Ortsteil Walchensee bieten zudem ein besonders vielseitiges Freizeitangebot. Ob beim Schwimmen, Angeln, Stand Up Paddeln, Tauchen oder Surfen. Besonders am Walchensee sorgt das klare, türkisfarbene Wasser für karibische Stimmung, während man den Kochelsee mit dem Motorschiff entdecken kann. Auf zahlreichen Wegen finden Genusswanderer, Radfahrer und Naturliebhaber ihre persönlichen Lieblingsplätze. Zahlreiche Gipfel und Natur-Highlights wie das Loisach-Kochelsee-Moor oder der Lainbach-Wasserfall warten nur darauf entdeckt zu werden. Auch Bayerns Märchenkönig Ludwig II. verfiel dem Charme dieser Gegend und ließ auf seinem Lieblingsberg, dem Herzogstand, eine Hütte errichten. Die größte Strecke zum Gipfel und dem Pavillon mit seinem atemberaubenden 360°-Naturkino bewältigt man am besten ganz bequem mit der Herzogstandbahn. In Kochel a. See fand bereits der berühmte Expressionist Franz Marc Inspiration für seine Gemälde. Viele seiner Werke werden, neben weiteren Künstlern des 20. Jahrhunderts, im herausragenden Franz-Marc Museum gezeigt. Detaillierte Hintergründe über sein Leben und Schaffen liefert zudem der geführte Kunstspaziergang, der jedoch auch ganz flexibel mit einer kostenlosen Audioguide- App begangen werden kann. 5